VDE Aachen: Teamwork am Tivoli - Bericht von der Mitgliederversammlung am 01.02.2024

Die Mitgliederversammlung 2024 des VDE Regio Aachen e.V. fand am 1. Februar 2024 in einem Gebäude statt, das wirklich jeder Aachener kennt: in den Räumen des Tivoli-Fußballstadions an der Krefelder Straße. Etwa 90 Mitglieder waren dieses Mal der Einladung gefolgt und erlebten keine langweilige Vereinssitzung, sondern ein interessantes Networking-Event.  Vorab gab es die Möglichkeit einer Stadionführung durch den 2009 eröffneten Tivoli. Dabei erzählten die beiden fachkundigen Guides sowohl über das Stadion als auch den Verein, die Alemannia Aachen, interessante Fakten und Anekdoten. Die Tour führte über das Spielfeld, durch die Kabinen, den Pressekonferenz-Raum, die VIP-Logen, die Technikräume bis auf den obersten Rang, von dem man auch eine gute Sicht nach außen auf das CHIO-Gelände und die Trainingsplätze der Alemannia hat. Um 18:00 eröffneten der Vorsitzende Prof. Dr.-Ing. Mark Hellmanns und der stellvertretende Vorsitzende Thomas Schulz M.Sc. M.Sc. die formelle Mitgliederversammlung, die durch ergänzende Informationen auf Postern wie immer relativ kompakt gehalten werden konnte. Besonderen Raum nahm -Ehre wem Ehre gebührt- die Würdigung der Jubilare ein. Neben 13 25jährigen und 21 40jährigen Jubilaren, davon mit Blitzschutzbau Rhein-Main Adam Herbert GmbH einem korporativen Mitglied, konnten acht 50jährige und sogar sieben 60jährige Mitgliedschaften mit Applaus, Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet werden. Diese langjährige Verbundenheit aller Jubilare und überhaupt aller langjährigen Mitglieder ist etwas Besonderes, über das wir glücklich und stolz sind. Auch wichtig ist uns der Nachwuchs. Wie jedes Jahr gab es eine Ausschreibung für den VDE-Preis, der hervorragende Studierende der Aachener Hochschulen in Elektrotechnik-nahen Studiengängen mit zusätzlichem Engagement neben dem Studium auszeichnet. Mit den Studenten Johannes Audy, Nils Coenen, Phillip Krien, Nils Poll, Marcus Schomakers und Tom Wüllner hatten wir gleich sechs hervorragende Preisträger von RWTH Aachen und FH Aachen, die wir auszeichnen konnten. Wir hoffen auch, dass sie sich in der Hochschulgruppe einbringen. Diese berichtete ebenfalls über ihre im letzten Jahr durchgeführten und für 2024 geplanten Aktivitäten. Die HSG ist dabei, verstärkt Werbung an den Hochschulen zu machen, um wieder mehr Studenten für die Mitarbeit zu gewinnen. Ein weiterer Berichtspunkt war der des Vorstands, der ebenfalls den Rückblick auf 2023 mit dem Ausblich auf 2024 verband. Das Highlight 2023 war unsere 125-Jahr-Jubiläumsfeier, über die wir schon mehrfach in unseren Kanälen berichtet haben. 2024 stehen auch wieder zahlreiche Exkursionen, Besichtigungen, Vorträge und Events an, für die jeweils eingeladen wird. Die Finanzen waren ein eigener Punkt auf der Tagesordnung. 2023 wurde durch die 125-Jahr-Jubiläumsfeier ein vorher ausführlich im Vorstand diskutiertes und geplantes Defizit erzielt. Für 2024 erwarten wir aber wieder einen ausgeglichenen Abschluss mit einem leichten Plus. Die Rücklagen des Vereins betragen etwas mehr als ein Jahresbudget. Angesichts der Kassenlage und einer problemlosen Kassenprüfung wurden die Entlastung des Vorstands, der Jahresabschluss und Kassenbericht 2023 und der Haushaltsplan 2024 ohne Gegenstimme befürwortet. Wahlen waren nur bezüglich der Kassenprüfer und ausscheidender Mitglieder des Vorstands nötig; die meisten Posten werden turnusgemäß erst 2025 neu gewählt. Dieses Jahr wurden Herr Dipl.-Ing. Walter Krudewig und Herr Dipl.-Ing. Dieter Tinnemann (wieder) einstimmig als Kassenprüfer gewählt. Im Vorstand war durch das freiwillige Ausscheiden von Dr.-Ing. Alexander Gitis, dem wir sehr für seine Mitarbeit danken und der uns verbunden bleibt, das Amt des Referenten für Weiterbildungswesen vakant. Dafür stellte sich Can Özmaden M.Sc. zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde Johannes Protiwa als Vertreter des VDE-Youngnet in den Vorstand gewählt. Damit endete der formelle Teil der Mitgliederversammlung. Der anschließende Festvortrag von Dr. Peter Zink, Mitglied der Geschäftsleitung und Business Unit Leiter Urban Innovation bei der regio iT in Aachen, behandelte das Thema „Smart Cities und künstliche Intelligenz – Trends oder Wirklichkeit?“. Neben einer Einführung in die Prinzipien der KI und des maschinellen Lernens ging es vor allem um Ansätze, diese Verfahren in urbanen Räumen einzusetzen. Dies wurde an verschiedenen Beispielen für Smart-City Anwendungen verdeutlicht. Im Bereich der Energiewirtschaft können zum Beispiel Anomalien im Verbrauch detektiert werden. Im Bereich der Mobilität können durch die Erstellung eines digitalen Zwillings der Stadt und Nutzung von Daten über Verkehrsströme Baustellen und Verkehrsregelung optimiert werden. Ein anderes aktuelles Beispiel beschrieb die Prognose von Pegelständen und Hochwasser. Aber auch in Verwaltungsprozessen können Effizienz und Qualität optimiert werden, zum Beispiel durch den Einsatz von ChatGPT-ähnlichen Unterstützungstools für die Online- und Live-Kommunikation zwischen Bürger und Verwaltung. Die regio IT ist derzeit dabei, solche Technologien zu erforschen und konkret zu entwickeln. Der Einsatz ist keine Utopie und wird bald kommen, denn der Bedarf ist da. Im Anschluss an den Vortrag gab es eine lebhafte Fragerunde, die sich anschließend beim Networking fortsetzte. Dort hatten alle Anwesenden die Gelegenheit, bei Getränken und Essen ausführlich miteinander zu sprechen, und es bildeten sich viele Grüppchen, die teils noch lange diskutierten und sich austauschten. Ganz Herzlichen Dank an Gabi Pfau und viele Mitglieder des Vorstands für die Organisation und Vorbereitung. Es war wie immer ein freundschaftliches Teamwork. Passend zur Location, denn bekanntlich ist auch beim Fußball Teamgefühl und Zusammengehörigkeit entscheidend für den Erfolg auf dem Platz. So wie beim VDE Regio Aachen. Machen Sie gerne aktiv mit, kommen Sie 2024 zu unseren Events. (fh)

Besuch auf dem Aachener Weihnachtsmarkt

Die Weihnachtszeit kündigt sich mit der Öffnung des Weihnachtsmarktes in Aachen an. Teile des Vorstandes, Beirats und der Hochschulgruppe haben es sich nicht nehmen lassen, den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Die festliche Atmosphäre gibt allen Besuchern einen Vorgeschmack auf die Adventszeit. Der VDE Aachen kann bestätigen, dass der Aachener Weihnachtsmarkt zu den schönsten gehört. Bei winterlichen Temperaturen genossen wir leckeren Glühwein und anregende Gespräche haben stattgefunden - besonders intensiv mit der Hochschulgruppe.

Wir wünschen allen eine besinnliche Adventszeit! 

 

125 Jahre VDE Regio Aachen - Bericht zur Jubiläumsfeier

Es war im Februar 1898, als sich in Aachen ein Elektrotechnischer Verein gründete, dem 33 Mitglieder beitraten. Der erste Vorstand bestand aus dem Vorsitzenden Oberingenieur E. Schulz und dem zweiten Vorsitzenden Prof. Dr. Otto Grotrian, der in Göttingen Physik studiert hatte und seit 1886 Professor für Elektrotechnik in Aachen war. Bereits im September 1898 trat der Aachener Verein bei seiner 9. Vereinssitzung im Vereinslokal Alt-Bayern dem VDE bei und ist somit die Keimzelle des VDE Regio Aachen. Im Bewusstsein dieser Geschichte und der 125 Jahre, in denen Aachen durch die Hochschulen und die ansässigen Unternehmen stets eine wichtige Rolle in der Weiterentwicklung der Elektrotechnik spielte, feierte der VDE Regio Aachen am 17. August 2023 in einem passenden Ambiente das 125jährige Jubiläum. Es wurde aber kein rührseliger Blick in die Vergangenheit, auch wenn das einen Abend hätte füllen können. Vielmehr wurden die Zukunft und die Herausforderungen in den Blick genommen, und das Networking und das Miteinander der Vereinsmitglieder in den Mittelpunkt gestellt. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Mark Hellmanns und den zweiten Vorsitzenden Thomas Schulz zeigte sich der Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier bei seinem Grußwort gut orientiert über den VDE und die anstehenden Herausforderungen der Digitalisierung und der Energiewende. Diese Herausforderungen, die uns einige Zeit beschäftigen werden, erfordern eine Zusammenarbeit aller Ingenieursgenerationen. Die anschließende Verleihung des VDE-Preises 2023 an die besten Aachener Studierenden der Elektrotechnik war da ein passender Anschluß. Mit dem Preis werden jährlich Aachener Studierende ausgezeichnet, die sich neben hervorragenden Studienleistungen auch durch gemeinnützige Aktivitäten neben dem Studium auszeichnen. In diesem Jahr waren dies die RWTH-Studenten Marbod Kollnig, Jonathan Plett, Niklas Thomas sowie Benedikt Wahl und die FH-Studenten Johannes Emunds und Sebastian Lüscher. Der Preis wurde durch die Mitglieder der Auswahlkommission, Prof. Dr. Snjezana Gligorevic und Prof. Dr. Frank Hartung, überreicht. Im Anschluss gab der CEO und Vorstandsvorsitzende des VDE-Gesamtverbandes, Ansgar Hinz, eine Keynote-Präsentation mit dem Titel „Next-Generation“. Auch hier war der Name Programm und die Keynote beleuchtete unter anderem die sich wandelnden Anforderungen und Herausforderungen an Elektrotechniker, die aber auch mit einem geänderten Arbeitsumfeld einhergehen. Danach stellten drei kompetente Unternehmerpersönlichkeiten aus stellvertretenden betrieben aus der Region Ihre Sicht auf die Entwicklungen und Herausforderungen in verschiedenen Bereichen der Elektrotechnik dar.  Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH, deckte dabei den Bereich der Energietechnik ab. Andreas Schneider beleuchtete als Geschäftsführer der NetAachen GmbH anschließend den Bereich der Informationstechnik. Florian Orthen, NPI Operations Project Manager bei Abiomed Europe GmbH, betrachtet die Entwicklungen im Bereich Medizintechnik. Alles drei sind Kernbereiche der Arbeit des VDE. Nach den Einzelvorträgen wurde die Domänen in einer Podiumsdiskussion, moderiert durch Thomas Schulz, anschließend in der Gesamtschau zusammengetragen. Ob der VDE in weiteren 125 Jahren dann auf 250 Jahre Geschichte zurückblicken kann, ist zwar nicht absehbar, angesichts der vielfältigen derzeitigen Herausforderungen wurde aber klar, dass der VDE und seine Themengebiete und Aktivitäten für eine lange Zeit weiter wichtig für den Industriestandort Deutschland sein werden. An dieser Stelle schloss sich das offizielle Programm.  In einer offenen Networking-Atmosphäre blieben die über 160 anwesenden Mitglieder aber noch Stunden bei Fingerfood, Cocktails und anderen Getränken im Gedankenaustausch und Gespräch beim Networking zusammen. Eine Fotostation sorgte neben den fachlichen auch für viele nette soziale Momente. Und ab 23:00 wurde noch einmal richtig aufgedreht und zur After-Party mit DJ bis weit nach Mitternacht gefeiert. Dabei feierten dann doch vor allem die Mitglieder von Hochschulgruppe und YoungNet, auch aus anderen VDE-hochschulorten, so dass das Networking auch auf der Ebene funktionierte. Insgesamt war es genau die würdige, aber zukunftsorientierte Feier, die das Orga-Team so geplant hatte.  Herzlichen Dank an alle Beteiligten und auf in die Zukunft.
(Frank Hartung)

Aachener VDE-Preis 2024

Der Aachener VDE-Preis wird an Bachelor-Studierende mit sehr guten Leistungen im Studium in Verbindung mit außerordentlichem Engagement in hochschulbezogenen Organisationen verliehen.

Herzlich eingeladen sind Bewerbungen von Studierenden der Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen, des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der Fachhochschule Aachen und des Fachbereichs Energietechnik an der Fachhochschule Aachen, Campus Jülich.

Anforderungen:

  • Abgeschlossene Prüfungen bis zum vierten Fachsemester zum Zeitpunkt der Bewerbung.
  •  Sehr gute Leistungen im Studium
  •  Außerordentliches Engagement in hochschulbezogenen Organisationen
    (z.B. VDE Hochschulgruppe, Fachschaft, Tutoriumsbetreuung, studentische Initiativen, Start-Ups etc.)

Preisgeld: 500€

Bewerbungsschluss: 08. Januaur 2024

Bewerbung:

  • Lebenslauf
  • Notennachweis
  • Nachweis über außerordentliches Engagement in hochschulbezogenen Organisationen

Die Bewerbung erfolgt per E-Mail von Ihrer Hochschulemailadresse an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und unter Beifügung eines aktuellen Notenspiegels, eines Lebenslaufes und gegebenenfalls von Angaben oder Bescheinigungen zum Engagement in hochschulbezogenen Organisationen.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Preise und Ehrungen sind ein wichtiger Bestandteil der Innovations- und Nachwuchsförderung. Mit ihnen möchte der VDE hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet anerkennen, den Nachwuchs motivieren und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieur:innen und ihrer Arbeit setzen. Der VDE Preis ist für spätere Bewerbungen ein positiver Nachweis in Ihrem Lebenslauf, der Sie von anderen guten Studierenden deutlich abhebt. 

VDE-Infofahrt 2023 - Veltins Arena und ZOOM Erlebniswelt

Die Informationsfahrt führte die VDE-Aachen Mitglieder und ihre Angehörigen diese mal zur Veltins Arena dem Heimstadion des Fußballvereins FC Schalke 04 und in die Zoom Erlebniswelt!

Wir starteten mit dem Bus Richtung Gelsenkirchen und trafen uns mit den Arena-Mitarbeitern am Schalke Museum zur Führung durch das Stadion. Schon beim Betreten des Stadions waren wir beeindruckt von der Größe und Modernität der Arena. Die technischen Superlative und die mitreißende Atmosphäre machen die VELTINS-Arena zu einer der beeindruckendsten Multifunktionsarena in Europa.

Modernste Bühnen- und Tontechnik, der riesige Videowürfel, das herausfahrbare Rasenfeld, verschiebbare Tribünen, das verschließbare Dach oder das auf Chiptechnologie basierende Zahlungsmittel der „Knappenkarte“ sind nur einige der technischen Highlights.

Die Heimspielstätte des Fußballbundesligisten FC Schalke 04 zieht regelmäßig bis zu 62.271 Zuschauer in ihren Bann. Auch andere Sportevents wie Biathlon oder Eishockey-WM wurden hier veranstaltet. Die Arena ist aber auch ein Zuschauermagnet für internationale Musikhighlights, egal ob Rock, Schlager oder Oper.

Wir hatten eine unterhaltsame, sehr ausführliche Führung, die uns die beeindruckende Technik, die Logistik und auch viele Geschichten und Anekdoten rund um die Arena nahebrachte. Alle Bereiche wurden erkundet und erklärt, natürlich der Innenraum, mit dem verschiebbaren Dach und dem herausfahrbaren Rasenfeld, die Tribüne und Logen, die Mannschaftsbereiche, der Presseraum und die Kapelle in der u.a. auch Taufen, Hochzeiten sattfinden.

Im Anschluss fuhren wir mit dem Bus weiter zur Zoom Erlebniswelt, bevor es in den Zoo zu den Tieren ging, machten wir eine Pause zum Mittagessen im Restaurant Grimberger Hof, hier bereits auf dem Gelände des Zoos, wartete auf uns ein warmes Buffet und erfrischende Getränke!

Nach der Stärkung und vielen Gesprächen, besonders über die Erlebnisse in der Schalke Arena, konnten alle individuell und je nach Interesse in die Erlebniswelten Alaska, Afrika oder Asien eintauchen.

Da wir mal wieder sehr viel Glück mit dem Wetter hatten und es bis (fast) zum Ende der Infofahrt angenehm warm und trocken war, konnten die drei Welten auf den Rundwegen oder auch bei einer kleinen Bootstour besichtigt werden.

Vor der Rückfahrt konnten sich alle VDE-Mitreisenden noch mal mit einem ordentlichen Stück Kuchen mit Sahne und natürlich Kaffee und Kaltgetränken über das Erlebte austauschen und sich für die Rückfahrt zum VDE nach Aachen stärken.

Es war eine interessante und gelungene Exkursion, bei gutem Wetter, leckerem Essen, neuen technischen Einblicken und vielen Gesprächen!

Ich danke allen die mitgeholfen haben, die VDE-Infofahrt 2023 zu organisieren und natürlich auch unserem „Bus-Kapitän“ Horst, der uns sicher, freundlich und pünktlich über den Tag chauffiert hat!

Alles Gute und bis zur VDE REGIO Aachen Infofahrt 2024

Ralf Martens, Reiseleitung

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125 Jahre VDE - Fachvorträge bei der Jubiläumsfeier

Höhepunkt des anlässlich zum 125-jährigen Jubiläum des VDE Regio Aachen e.V. organisierten Bühnenprogramm, war eine gemeinsame Reise, durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Themengebiete Energietechnik, Informationstechnik und Medizintechnik.

Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH, hat die Vortragsreihe mit dem Thema Energietechnik eröffnet. Es wurde die Entwicklung des Weltenergieverbrauchs der letzten 125 Jahre vorgestellt und die Herausforderungen aufgezeigt, vor denen erneuerbare Energien das Energiesystem stellen „in einer dekarbonisierten Welt ergibt sich ein Paradigmenwechsel: zukünftig muss die Nachfrage dem Angebot folgen“.

In dem darauffolgenden Vortrag zur Informationstechnik hat Andreas Schneider, Geschäftsführer NetAachen GmbH, die Entwicklungen der vergangen 125 Jahre im Telekommunikation-Bereich zusammengefasst und über den aktuellen Stand des Glasfaserausbau in Deutschland berichtet. Abschließend ist Herr Schneider auf Trends eingegangen, die auf Basis von 5G ermöglicht werden.

Der Vortrag zum Fachgebiet der Medizintechnik wurde von Florian Orthen, NPI Operations Project Manager bei Abiomed Europe GmbH vorgestellt. Die Zukunftstrends und Herausforderungen in der Medizintechnik sind vielfältig! Herr Orthen berichtete ausgehend vom Jahr 1901, in dem der Nobelpreis für die Entdeckung der Röntgenstrahlung vergeben wurde, über unterschiedliche Entwicklungen und Trends.

Im Anschluss zu den Vorträgen hat Thomas Schulz, Centerleiter Energie und Wasser bei regio iT und stellvertretender Vorsitzender des VDE Regio Aachen, die Referenten zu einer anregenden Podiumsdiskussion für einen aktiven Austausch mit dem Publikum eingeladen. Entgegen der  am Abend aufgestellten These, dass sich die Mehrheit des Publikums mit dem Themengebiet Energietechnik beschäftigt, stellte sich durch eine Publikumsumfrage von Herrn Schulz heraus, dass der Anteil der Informationstechnik in den vergangenen Jahren stark zugewachsen ist. Zwischen beiden Themengebiete gab es ein sehr knappes Kopf- an Kopfrennen bei den Handzeichen im Publikum.

In der Podiumsdiskussion ist gleichermaßen über die „Verfügbarkeit von Flexibilitäten im zukünftigen Stromsystem“, „den größten Herausforderungen der Informationstechnik, in den nächsten (1)25 Jahren“ sowie „die Digitalisierung und Vernetzung in der Medizintechnik“ diskutiert worden. Herr Hellmanns und Herr Schulz resümierten über einen sehr erfolgreichen Abend und eröffneten das Abendprogramm mit „Flying Dinner“, Cocktailbar und DJ.

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Verleihung des Aachener VDE-Preises 2023

Der Aachener VDE-Preis fördert traditionell Studierende der Elektrotechnik in Bachelorstudiengängen mit sehr guten Leistungen und außergewöhnlichem Engagement in hochschulbezogenen Organisationen. Somit sind Bewerbungen von Studierenden der Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen, des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der Fachhochschule Aachen und des Fachbereichs Energietechnik an der Fachhochschule Aachen am Campus Jülich möglich.

Bewertet werden neben dem außergewöhnlichen Engagement in hochschulbezogenen Organisationen die Prüfungen bis einschließlich des vierten Fachsemesters. Selbstverständlich darf keine Prüfung aus den ersten vier Semestern mehr offen sein.

In unserem Jubiläumsjahr haben sich rund 30 Studierende für den Aachener VDE Preis 2023 beworben - ein Rekord!  Kein Wunder, hat der VDE Regio Aachen doch erst im letzten Jahr das Preisgeld auf 500€ angehoben. Außerdem ist der Aachener VDE Preis für spätere Bewerbungen ein äußerst positiver Nachweis im Lebenslauf, der unsere Preisträger von anderen guten Studierenden abhebt. 

Die Jury - bestehend aus Prof. Dr. Ing. Snjezana Gligorevic, Prof. Dr.-Ing. Frank Hartung, Prof. Dr. Ing. Albert Moser und Prof. Dr.-Ing. Mark Hellmanns - hatte in diesem Jahr alle Hände voll zu tun, und es war nicht einfach bei den vielen sehr guten Studierenden der Elektrotechnik, die Preisträger auszuwählen. Am Ende fiel die Auswahl einstimmig aus und es konnten sechs Bewerber mit dem Aachener VDE Preis 2023 ausgezeichnet werden.

  • Marbod Kollnig (RWTH Aachen)
  • Jonathan Plett (RWTH Aachen)
  • Niklas Thomas (RWTH Aachen)
  • Benedikt Wahl (RWTH Aachen)
  • Johannes Emunds (FH Aachen)
  • Sebastian Lüscher (FH Aachen)

Der Aachener VDE Preis wurde am 17.8.2023 im Rahmen des Festaktes zum 125jährigen Bestehen des VDE Aachens e.V. feierlich den Preisträgern übergeben.

Der Vorstand des VDE Regio Aachen e.V. gratuliert herzlich allen Preisträgern. 

 

Führung durch die Dachstühle des Aachener Doms

Im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums des VDE Regio Aachen fand als Begleitprogramm für eine limitierte Teilnehmerzahl eine der selten möglichen Führungen durch die Dachstühle des Aachener Doms statt.

Dombaumeister Dr. Jan Richarz empfängt die Gruppe am Bronze-Modell des Doms neben dem Haupteingang und erläutert hier zunächst die Dombau-Historie der letzten 1200 Jahre mit karolingischem Oktogon, Kapellen-Kranz aus späteren Zeiten und gotischer Chorhalle im Osten in Verbindung mit Aachens ereignisreicher Stadt-Geschichte.

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Von Domhof ausgehend startet dann über die enge Wendeltreppe im nördlichen Treppenturm die Dachstuhlführung. Die bemerkenswert flachen Stufen im Treppenturm dienten bei Bauwerks-Errichtung vor 1200 Jahren Last-Maultieren für den Materialtransport von Mörtel und Steinen.

Als erstes wird die sogenannte Gipskammer erreicht, in der Gipsfiguren-Abdrücke von Dom-Bauteilen wie z.B. Wasserspeier gelagert sind, die bei Reparaturen und Ergänzungen an defekten Bauteilen dem Steinmetz als Vorlage dienen.

Weiter aufsteigend gelangt die Gruppe in die Turm-Galerie mit dem 27 m oberhalb des Münsterplatzes befindlichen Raum unter dem Glockenstuhl. Hier wird die Feuerlöschanlage von 1929/30 mit den in Folge und auch aktuell durchgeführten Sanierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen besichtigt. Mit automatisch auslösenden Sprinkleranlagen,  Rauchmeldern und Feuerwehr-Alarmierung soll so die Auswirkungen eines Brandereignisses vermindert werden. In Hinblick auf das Brandereignis in Notre Dame in Paris erläutert der Dombaumeister das Brandschutzkonzept des Aachener Doms.

Vom Raum unter den Glockenstuhl geht man zur nördlichen und südlichen Turmkapelle, aus denen anlässlich der alle 7 Jahre stattfindenden Aachener Heiligtumsfahrt mit dem Auslegen der Schmucktücher der Beginn der Heiligtumsfahrt angekündigt wird. Im Süden fällt der Blick auf den Münsterplatz und auf die Dachterrassen der umliegenden Häuser, die einen einzigartigen Blick auf die gezeigten Schmucktücher ermöglichen. Im Norden fällt der Blick auf den Kreuzgang des Aachener Doms, den Paradiesbrunnen und die Domsingschule. 

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Über die Brücke führen uns weitere Stufen in den Dachstuhl des Oktogons. Unter uns liegt die ca. 1,4 m dicke, komplett durchgemauerte Kuppel des Oktogons. Dombaumeister Dr. Richarz erläutert uns die Struktur des Bauwerks und die Lastaufnahme der Schrägkräfte über zwei eiserne Ringanker im Mauerwerk. Zur Ableitung von eventuell eingesetztem Löschwasser ist das Kuppel-Mauerwerk mit einer wasserdichten Estrich-Lage geschützt. Der unübersichtlich erscheinende Dachstuhl des Oktogons wurde brandbedingt nach 1656 errichtet. Auch über zurückliegende Sanierungsarbeiten nach Dachschäden, nach Ungezieferbefall- und Vernichtung und über Schimmelbefall verhindernde Lüftungskonzepte informiert der Dombaumeister.

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Im Dachstuhl des Oktogons beeindruckt weiterhin die Pirlet´sche Eisen-Verankerung von 1920 zwecks Stabilisierung der Chorhalle. Mit dieser Verankerung, die sich vom Oktogon-Dach ausgehend im Dachraum über die gesamte Länge der Chorhalle erstreckt, konnte eine Driftbewegung der Chorhalle gestoppt und ein Auseinanderbrechen des Doms an der Verbindung „Oktogon mit Chorhalle“ verhindert werden.

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Zentral am „Auge“ des Oktogon-Gewölbes befindet sich die Aufhängung des Barbarossa-Leuchters von 1170 und hier können wir durch eine kleine Öffnung einen Blick auf den gut 30 m tiefer liegenden Marmor-Fußboden der achteckigen Pfalzkapelle werfen.

Durch eine Tür kommen wir oberhalb der Kuppeln in den Dachstuhl der Chorhalle, der zur gleichen Zeit wie der Dachstuhl des Oktogons 1656 nach dem großen Aachener Stadtbrand neu errichtet wurde. Auch hier ist zur Ableitung von eventuell eingesetzten Löschwasser das Kuppel-Mauerwerk mit einer wasserdichten Estrich-Lage geschützt. Zu sehen sind die eingebauten Eisenbeton-Balken zur statischen Sicherung von Mauer zu Mauer, die neben der Pirlet´schen Verankerung ebenfalls notwendig wurden.

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Abschließend bietet sich bei unserem Weg nach außen entlang der Chorhallen-Außen-Galerie ein einzigartiger Blick über Aachens Dächer hinweg sowie auf Rathaus und Katschhof, auf St. Foillan und auf den zentralen Punkt des Dom-Daches, die „Laterne“ auf dem Oktogon-Dach.

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Zum Ende der Führung weist Dombaumeister Dr. Richarz auf die notwendige Unterstützung engagierter Förderer wie z.B. den Karlsverein hin, die die Erhaltung des einzigartigen UNESCO-Weltkulturerbes „Aachener Dom“ mit seiner 1200-jährigen Kulturgeschichte ermöglichen.

Nach 170 erklommenen Stufen und 2 ½ Stunden unvergesslichen Eindrücken, Informationen und Ausblicken danken wir dem Dombaumeister Dr. Jan Richarz für die engagierte, hochinteressante und kurzweilige Führung durch die Dachstühle des Aachener Doms und wünschen ihm beim Erhalt unseres UNESCO-Welterbes „Aachener Dom“ eine stets glückliche Hand.

Der VDE darf auch Spaß machen ...

... genau das haben wir am 17. August bei unserer großen Jubiliäumsfeier im Liebig gezeigt.

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Bildnachweis: „Foto: Frank Kind Photography“

Mehr Infos folgen in Kürze

 

Adresse

VDE Regio Aachen e. V.

Neuenhofstraße 194
52078 Aachen

Tel. +49 241 450 90 151


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